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Einwurf – mein Standard für das Team

von bankdruecker 26. Dezember 2019, 13:40

Endlich Winterpause – man kann sich seit einigen Wochen von den anstrengenden Spielen jeden Sonntag erholen. Wichtige Siege, klasse Kombinationen und strittige Schiedsrichter Entscheidungen können besprochen werden. Schließlich ist ja Weihnachtszeit und man kann die Zeit der Versöhnung und Liebe genießen. Aber ehrlicherweise nicht beim SV Hanstedt.

13:1, 1:4, 1:5, 0:11, 8:0, 5:0 und 0:16 machen nicht wirklich Freude, Spieler, die sicher zu schwach für diese Spielklasse sind, Verhöhnung durch gegnerische Spieler bei einem eindeutigen Spielstand, Chaos im gesamten Verein, dank eines indisponierten Vorstandes samt Spielerobmannes, klingt doch echt harmonisch. Ist ja doch die Jahreszeit der Harmonie und Liebe – ehrlich gesagt könnte ich kotzen vor Freude.

Es gibt sicher im Fußball Phasen, die schwer zu ertragen sind, aber so etwas habe ich lange beim SV Hanstedt nicht mehr erlebt. Klar kann es zu Unruhen und unterschiedlichen Ansichten kommen, aber das ein Verein vor seinem 100-jährigen Jubiläum so nah am Abgrund steht, ist einfach schwer zu verkraften. Hilflos muss man zusehen wie Spieler sich abmelden, andere einfach abhauen oder gar nicht erst auftauchen. Man bestreitet Spiele mit Spielern, die eher die Altliga als 1.Kreisklasse spielen, sich aber in den Dienst des SVH stellen, weil ihnen der Verein wichtig ist. Ergebnisse sind aus meiner Sicht in solch einer Situation zweitrangig, aber sich dafür auch noch beleidigen zu lassen oder gar verhöhnt zu werden, ist schon schwer zu verkraften.

Als Beispiel sei hier nur die Auswärtsfahrt nach Amt Neuhaus angeführt als beim deutlichen Spielstand von 6:0 ein Sportskamerad des TSV sich ein Wortgefecht und abfällige Gesten gegenüber der SVH-Bank machte. Dieser Kamerad kann sich ja mal wochenlang an unsere Position stellen, mal sehen, ob er das dann noch toll findet sich über diese Situation lustig zu machen. Spaß macht mir und den anderen aus unserem Kader das sicher nicht, aber wir haben immerhin den Mut uns, wenn es möglich ist, dem Gegner zu stellen.

Doch auch tolle Momente sollen hier erwähnt sein, so kommt es auch vor, dass in der sportlichen Lage neue Spieler dem SV Hanstedt beitreten und dann sich auch mit einem Tor belohnen – Florian Kläke und Andreas Tuttas. Oder man es als geschlossene Mannschaftsleistung schafft die Topteams TSV Gellersen II und Lüneburger SV vor Herausforderungen zu stellen. Ein Fingerzeig dafür, dass der SVH nicht unbedingt als Fallobst zu betrachten ist. Vielleicht gibt es ja in der Rückrunde noch mehr positive Überraschungen aus der Wundertüte des SV Hanstedt.

Nach den ganzen Ups und Downs äußere ich als Bankdrücker noch meine Wünsche für die Rückrunde: Antreten wo es geht, spielen aus Spaß am Sport, Fairplay von den deutlich besseren Gegnern und wenn es klappt mehr als 3 Punkte holen. Die anderen Wünsche sind dann eher privater Natur und zwar sich mit Christian Streich bei ein paar Kippen über die sportliche Ausrichtung von Vereinen aus eher ländlichen Regionen zu unterhalten, einen neuen Trainer finden, wobei Felix Magath, Frank Pagelsdorf oder Peter Neururer sicher Zeit hätten. Spieler finden, die den SV Hanstedt unterstützen und spielerisch voranbringen, aber träumen ist ja noch erlaubt und im Fußball scheint ja nichts unmöglich zu sein, denn auch Vereine wie die TSG Hoffenheim und der Dosenclub aus Leipzig haben klein angefangen.

Frohe Feiertage und man sieht sich am Platz.

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